Wissenswertes zu meinen Schwertern
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An dieser Stelle möchte ich die Gelegenheit nutzen, allen Interessierten zusätzliche Informationen zum Thema "Schwert"
zugänglich zu machen.
Ich versuche hierbei, zumindest die wichtigsten Fragen zu beantworten, ohne zu sehr in oft unverständliche Fachausdrücke zu verfallen.
Sollten sich darüber hinaus also noch Fragen ergeben, scheut Euch nicht, sie zu stellen.

Philosophie
Glücklicherweise sind die Zeiten vorbei, in denen mit dem Schwert noch auf Leben und Tod gekämpft wurde. Auch wenn unsere heutigen "Hightechwaffen"
deswegen keinesfalls als "besser" anzusehen sind...
Es gibt wohl kaum ein "Ding" aus unserer Vergangenheit, um welches sich derart viele Legenden und Sagen ranken, wie um das Schwert.
Seine "sagenhaften" Eigenschaften werden in Heldenepen besungen. Wer ein besonders gutes Schwert sein Eigen nennen darf, wird meist zum Helden und
verdankt vor allem seinem Schwert Ruhm und Ehre.
Nach mehrtausendjähriger Tradition und Pflege diverser "Schwertkulte" ist es eignetlich wenig verwunderlich, daß uns diese "primitive"
Waffe unserer Vorfahren auch heute noch in Ihren Bann zieht.
Tatsächlich entziehen sich aber die genauen Herstellungsmethoden und die damit verbundenen, seit jeher wie ein Schatz gehüteten Geheimnisse um
das Mysterium der Herstellung noch heute weitestgehend unserer Kenntnis. Gerade darin sehen wir unsere große Herausforderung...
Es ist nach unserer Meinung wenig sinnvoll, dabei alle in den Sagen besungenen Eigenschaften berühmt gewordener Schwerter
unbesehen ins Reich der Legenden zu verweisen.
Vielmehr ist es unsere Aufgabe, den Hinweisen in diesen Überlieferungen nachzugehen und sie soweit als möglich in wissenschaftlichem Sinne zu
ergründen.
Ein moderner Pionier auf diesem Gebiet ist Dr. Stefan Mäder, der einige frühmittelalterliche Saxe und Schwerter (Spathae) im Rahmen
seiner Doktorarbeit metallographisch untersucht hat und zu erstaunlichen Erkenntnissen gelangen konnte (siehe auch Archäologie)
Das dabei die schmiede- und kampftechnischen Details im Vordergrund stehen, ist selbstverständlich. Denn vor einigen hundert Jahren war auch
das Wissen um die Herstellung und Handhabung guter Schwerter "Hightech"...
Wir versuchen heute, von den "alten Meistern" zu lernen,
um nicht das Rad zum wiederholten male erfinden zu müssen und nicht von selbsternannten "Damastgurus" oder "Meisterwaffenschmieden".
Dies ist beileibe kein einfacher Weg, doch wir scheuen keine Mühen, ihn zu bestreiten.
Trotz aller Wissenschaft bleibt die Fähigkeit, die "Geheimnisse des Stahles" zu kennen und zu beherrschen, eine
selbst in unserer Zeit seltene Fähigkeit, die wir jederzeit, auch Kollegen gegenüber zu respektieren wissen.
Auch heute noch kann die Beschäftigung mit diesen alten Techniken zu neuen Erkenntnissen und
Denkanstößen führen, worin auch die Berechtigung für die Erforschung dieser alten Verfahren zu suchen ist...
Ist es in unserer schnellebigen Zeit z.B. kaum noch sinnvoll, irgendein Werkstück in mehr als etwa drei Arbeitsgängen herzustellen,
so waren doch an der Entstehung eines einzigen Schwertes allein bis zu 5 verschiedene Handwerker beschäftigt.
Was uns heute an Qualitätsmerkmalen oftmals schmerzlich fehlt, hatten uns also unsere Vorfahren vor vielen Jahrhunderten bereits voraus...
Natürlich hat niemand jemals mit dem Schwert einen Krieg oder auch nur eine Schlacht gewonnen.
Aber es ist unsere Überzeugung, daß Mancher das Schwert benötigt, um diese Erkenntnis verinnerlichen zu können.
Es ist unser oberstes Anliegen, diesen Weg nach Kräften zu unterstützen und zu begleiten.

Schwerttypen
Wir unterscheiden im Wesentlichen zwischen drei
Schwerttypen und ihren Anwendungsgebieten:
Schaukampfschwerter
Diese werden in Kampfchoreografien eingesetzt,
wie sie z.B. bei Film, Theater und Fernsehen noch immer üblich sind.
Pariert wird dabei ausschließlich mit der Schneide, was ein historisches,
scharfes Schwert zerstören würde.
Aus diesem Grund haben Schaukampfschwerter eine "Schlagkante" von zwischen 2 mm
(bei leichten Exemplaren) und 4mm
(für hohe Beanspruchungen in besonders "actionreichen" Darstellungen).
Der Griff ("Gehilz") kann sowohl aus Holz
(bei meinen Hausmarken mit 2 mm "Schlagkante"), als auch komplett aus Stahl
(bei Schaukampfschwertern ("SKS") nach der bewährten "Aldingerbauweise" mit 4 mm "Schlagkante") bestehen.
Für den Knauf verwenden wir Maschinell hergestellte Teile, die Parierstangen werden aus Stahl hangeschmiedet.
Für Sonderwünsche bei diesen einfachen und günstigen Schwertern müssen wir meist Aufpreise berechnen.
Fechtschwerter
Diese Schwerter sind ebenfalls stumpf, haben aber weit feinere "Schneiden" mit etwa
1,5mm bis 1mm und sind damit deutlich leichter, als Schaukampfwaffen.
Die Griffe bestehen aus Holz, was den originalen Vorbildern entspricht
und das Gesamtgewicht deutlich senkt.
Ihr Haupteinsatzgebiet ist die Rekonstruktion und Ausübung historischer Fechttechniken
im Sinne sportlicher Kampfkunst
(Näheres hierzu auch unter "Lebendige-Schwertkunst.de").
Gesamtgewicht und Schwerpunkt sind den originalen Vorbildern sehr ähnlich,
ebenso das äußere Erscheinungsbild.
Die Montagemethoden sind bei diesen Schwertern ebenfalls weitgehend historisch korrekt
gewählt.
Für den Knauf verwenden wir meist aus massiver Bronze gegossene Teile, die Parierstangen
werden aus Stahl hangeschmiedet.
Für den Schaukampfeinsatz sind sie, trotz höherer Härte (bis 60 HRC) und feinerer Verarbeitung wegen der schmalen "Schlagkanten" nicht geeignet.
Sonderwünsche sind bei diesen Schwertern, in einem gewissen Rahmen, im Preis enthalten
(z.B. andere Parierstangen oder Knäufe, solange diese nicht besonders Aufwändig herzustellen sind).
Scharfe Schwerter
...Dienen ausschließlich zu Sammler- und Liebhaberzwecken sowie zur Einübung
von Kampfabläufen ohne Gegner (sog. "Katas" bzw. "Formen") im sportlichen Zusammenhang.
Diese Schwerter werden oft sehr aufwendig ausgeführt,
weisen eine hohe Härte auf (um 60 HRC) und sind rasiermesserscharf ausgeschliffen.
Erst mit scharfen Klingen ist es möglich, ein feines Gespür
für die Führigkeit alter Waffen zu entwickeln und die alten Kampfkünste in all
ihren Feinheiten nachvollziehen zu können.
Für die Klingen kommen Schweißverbundstähle oder Federstahl mit höchster Härte zum Einsatz.
Knauf und Parierstange werden im Regelfall von Hand geschmiedet. Gestalterische Sonderwünsche erfüllen wir auch hier
natürlich sehr gerne und berechnen dafür oft keine Aufpreise.

Gemeinsamkeiten
Alle unsere Schwerter haben eine durch den gesamten Griff gehende Angel,
Die mit der Klinge aus einem Stück gefertigt ist.
Meist erkennt man dies an dem kleinen Nietkopf am Knaufende. In Sonderfällen
vernieten wir die Knäufe aber auch mal mit einem Stahlstift von der Seite her.
Weder an der Klinge noch an der Angel wird hartgelötet oder elektrisch geschweißt!
Geschraubte Knaufkonstruktionen sind nicht dauerhaft haltbar und nicht
ohne Elektroschweißen oder Hartlöten sinnvoll ausführbar. Deshalb werden sie von uns nicht verwendet.

Klingenstahl
Die für Schwertklingen geeigneten, modernen Stahlsorten lassen sich, trotz "High tech"
und industrieller Fertigung, an einer Hand abzählen.
Es gibt in unserer modernen Welt nicht einen "offiziellen" Klingensahl.
Sehr wohl aber eignen sich einige unserer modernen Werkstoffe teilweise eher zufällig sehr gut für die Fertigung von Klingen.
Welcher Stahl sich dabei für welchen Einsatzzweck eignet, ist Wissens- und Erfahrungssache und in hohem Maße
auch von der richtigen Wärmebehandlung (Härten) abhängig.
Da die technischen Ansprüche an das Material je nach Klingentyp sehr verschieden sein können, verwende ich inzwischen
eine Vielzahl verschiedener Stähle, um möglichst jedem Anspruch gerecht werden zu können.
Hier eine Übersicht:
Für Schaukampfschwerter:
- 55 Si 7 (ein Federstahl)
- ck 75 (ein hochwertiger Kohlenstoffstahl)
Für Fechtschwerter:
- 55 Si 7
Für scharfe Klingen:
- 55 Si 7
- C 60
- ck 75
- Schweißverbundwerkstoffe
Ausgangsmaterialien für Schweißverbundwerkstoffe:
- ck 45 (hochwertiger Kohlenstoffstahl geringerer Härte)
- C 60 (Kohlenstoffstahl höherer Härte)
- C 105 W1 (Kohlenstoffstahl höchster Güte und Härte für "hochleistungsdamaste" und als
Ausgangsmaterial für Raffinierstähle mit bis zu 20.000 Lagen und mehr)
- 16 Mn Cr 5 (Sogenannter "Einsatzstahl", schlecht schweißbar durch Chromanteil, aber sehr gut zeichnend.)
- 90 Mn Cr V 8 (Werkzeugstahl. Klassischer "Damastbildner", hat leider den C 105 W1 weitgehend vom deutschen Markt verdrängt.
Zeichnet durch Mangananteil sehr dunkel, hohe Härteannahme).
- 1.2008 und 1.2063, hauptsächlich für Feilen verwendete Werkzeugstähle mit Härteannahmen bis zu 67 HRC.
Und viele andere mehr, je nach Wunsch und Verfügbarkeit...
Hochlegierte, moderne Werkstoffe haben wir inzwischen, auf Grund diverser
Nachteile bei der Verwendung für Klingen, vollständig aus unserem Programm gestrichen...
Mehr über moderne Stahlwerkstoffe, Wärmebehandlung, Verarbeitung findet man im:
"Stahlschlüssel- Taschenbuch", Verlag Stahlschlüssel Wegst GmbH, 71672 Marbach / Neckar, ISBN 3 922 599 16 8
Mehr über die in alter Zeit verwendeten Materialien unter "Archäologie"

Schmieden
Immer wieder geht das "Gerücht" um, das Schwertklingen nur dann etwas taugen, wenn sie geschmiedet sind.
Schon allein unter dem bloßen Begriff "geschmiedet" verstehen viele Händler und auch Kunden soviel wie: "Hat einmal ein Feuer gesehen und
ist mit dem Hammer bearbeitet worden"...
Technisch betrachtet ist weder das eine noch das Andere korrekt.
Zwar ist es richtig, das die geschmiedeten Klingen unserer Vorfahren die höchste erreichbare Qualität hatten.
Doch ist es nicht richtig anzunehmen, man könne durch bloßes "darauf herumprügeln" aus einem modernen Flachstahl ein
"Superschwert" machen. Genauso falsch ist es aber, die Verwendung moderner Materialien und Bearbeitungsmethoden
von vorneherein abzulehnen.
was oft nicht bedacht wird, ist nämlich Folgendes:
Es ist genauso möglich, durch geringfügige Fehler beim Schmieden (die sehr leicht passieren können) aus einem guten
Stahl einen unbrauchbaren zu machen. Zwar weist ein sauber geschmiedeter, moderner Stahl tatsächlich ein leicht verbessertes
Gefüge und meist eine etwas höhere Festigkeit auf, doch ist dies nur in sehr geringem Umfang der Fall, so das sich der
Mehraufwand des Schmiedens nur dann lohnt,
wenn man sich aus ideellen Gründen möglichst dem Original nähern möchte oder aber ohnehin ein Schweißverbundwerkstoff
erzeugt und verarbeitet werden soll (Damaszenerstahl, Raffinierstahl o.ä.)
Wird eine Klinge aus einem modernen Flachstahl durch Fräsen und Schleifen herausgearbeitet und anschließend gehärtet,
wie es bei vielen meiner Klingen der Fall ist, ist mit dem Material genau das geschehen, wofür es gemacht wurde und somit
kann eine hohe und vor allem gleichbleibende Qualität erreicht und gehalten werden. Optimal ist das bei Schaukampf- und Fechtschwertern.
Aber auch bei genau nach historischem Vorbild gefertigten Klingen kann das, auf Grund des günstigen
Preis- Leistungsverhältnisses, sehr sinnvoll sein.
Wird eine Klinge aus modernem Material sauber geschmiedet, wie ich es bei hochwertigeren Stücken des öfteren
praktiziere, wirkt sich dies normalerweise günstig auf die physikalischen Eigenschaften aus, ist aber mit einem
höheren Aufwand und damit auch einem deutlich höheren Preis verbunden.
Wird eine Klinge komplett aus durch das Schmieden überhaupt erst entstandenem Schweißverbundwerkstoff, also
Raffinierstahl und/oder Damaszenerstahl gefertigt, so ist zweifellos ein Optimum an technischer und künstlerischer Qualität erreichbar. Aber nur,
solange der Schmied sich keine Fehler erlaubt...

Das Härten
Die "richtige", das heißt "passende" Härte für Schwertklingen hängt von vielerlei Faktoren ab.
Das Einsatzgebiet, die Stahlsorte, die Bauart des Schwertes und die Stärke der "Schlagkante"
spielen dabei die wichtigsten Rollen.
Folgende Härten haben sich für den von uns hauptsächlich verwendeten Federstahl 55 Si 7 in
Zusammenhang mit den jeweiligen Klingengeometrieen über die Jahre als sinnvoll erwiesen:
- Schaukampfschwerter, 2-4mm Kante: 50 bis 55 HRC
- Fechtschwert, 1,5 bis 1mm Kante: 55 bis 60 HRC
- Scharfe Klingen: Ab 58 HRC
Natürlich sind diese Werte nicht allgemeingültig, sondern immer abhängig von der verwendeten Stahlsorte,
Der Klingengeometrie und dem Härteverfahren.
Nachdem die Schwertklingen durch Schleifen und Fräsen (als moderne Verfahren), oder aber durch Schmieden,
Feilen und Schleifen (traditionell) in Form gebracht worden sind, müssen diese
gehärtet werden.
Um ihnen ihre Flexibilität und Bruchsicherheit zu geben, überlassen wir hier nichts dem Zufall:
Die Klingen kommen zunächst in einen Salzbadofen, worin sie bei Temperaturen um etwa 800 Grad Celsius
einige Minuten verweilen. Anschließend werden sie in einem sogenanntem "Warmbad" bei ca. 160°C bis 300°C sanft abgeschreckt.
Dieses sanfte Abschrecken verhindert starke Spannungen oder gar Risse, die bei der Härtung in Wasser zu befürchten wären.
Das dabei entstehende Kristallgefüge (sog. Bainit) ist außerdem besonders zäh.
Bei scharfen Klingen ist ein martensitisches Gefüge vorteilhafter.
Dies erreichen wir durch Abschrecken in ökologisch unbedenklichem, leicht angewährmten Rapsöl.
Eine so behandelte Klinge hat nun eine Härte von über 60 HRC (Härtegrade nach "Rockwell", je nach verwendetem Stahl kann dieser Wert stark schwanken)
und ist fast so spröde wie Glas.
Um ihr nun die hohe Elastizität zu geben, wandert die Klinge erneut in ein Warmbad,
wo sie wiederum etliche Minuten bis Stunden, diesmal bei niedrigeren Temperaturen zwischen 120°C und 220°C
(abhängig von der verwendeten Stahlsorte und der angestrebten Gebrauchshärte),
verweilt.
Durch dieses sogenannte "Anlassen" verringert sich die hohe Härte nur wenig,
Spannungen werden abgebaut, die Zähigkeit und damit auch die Bruchsicherheit nehmen aber deutlich zu.
Durch anpassen der Temperatur und der Temperaturhaltezeiten
kann die gewünschte, endgültige Härte der Klinge auf ca. 1-2 HRC genau eingestellt werden.
Nach jeder Wärmebehandlung werden die Klingen 2 bis 3 mal nach dem "Rockwellverfahren" geprüft.
Diese Prüfung ist anhand von kleinen, etwa nadelspitzengroßen Abdrücken
der Diamantprüfspitze in der Angel zu erkennen, die allerdings später durch die Griffteile
verdeckt, teilweise auch wieder ausgeschliffen werden.
Eine fertige Klinge aus unserer Werkstatt wurde bis zu 8 Fach geprüft!
Feinere Klingen werden zusätzlich noch mehrmals auf über 90° gebogen. Dabei darf kein bleibender Verzug entstehen.
Die "Schlagkanten" von Schaukampfschwertern testen wir außerdem durch mehrere, kräftige Schläge auf die
gehärtete Kante eines Amboß oder gegen ein anderes Schwert gleicher Bauart.
Dabei dürfen nur minimale Eindrücke und keine Splitter oder scharfe Kanten entstehen.
Wir führen all diese Arbeiten inzwischen selbst aus, da die Behandlung in einer Härterei aus technischen Gründen
meist nicht so sorgfältig durchgeführt werden kann.
Diese hohe Sorgfalt trägt maßgeblich dazu bei, daß die "Traumschmiede Schwerter"
zu den besten zur Zeit erhältlichen zählen.
Inzwischen härten wir allerdings nach historischen Vorbildern gefertigte Klingen aus Schweißverbundwerkstoffen
auch selbst nur mit Hilfe des Schmiedefeuers. Diese etwa drei Jahrtausende alte Kunst erlaubt es, Klingen von ganz
hervorragender Qualität, ganz ähnlich den noch heute in Japan hergestellten, zu fertigen.
Die Härtewerte der Schneiden können dabei ganz überdurchschnittlich hoch sein, ohne das die Bruchgefahr erheblich gesteigert wird.

Schaukampf und Schaukampfschwerter
Schaukampfschwerter sind, anders als die zumeist scharfen Waffen unserer Vorfahren, höchsten Belastungen ausgesetzt.
Wiederholte Schläge Schneide auf Schneide, oft mit viel Kraft ausgeführt,
beanspruchen das Material und besonders die Verbindungen zwischen Griffteilen und Klinge extrem.
Das diese Aktionen nicht ganz ungefährlich sind, versteht sich von selbst.
Immer wieder hört man von umherfliegenden Knäufen oder Klingen, die sowohl die Darsteller als auch das Publikum verletzen können.
Daher ist es notwendig, die Eigenschaften seines Schwertes so gut als möglich zu kennen.
Wackelnde Knäufe oder Parierstangen können ein Indiz für baldigen Bruch sein. Solche Gerätschaften gehören nicht mehr
in den Schaukampf vor Publikum oder gar in freie Schlachteninszenierungen!
Manchmal lassen sich solche Schäden reparieren, allerdings sollte man diese Arbeiten besser einem Fachmann überlassen.
Dieser ist dann auch in der Lage, Auskunft über die weitere Schaukamftauglichkeit oder -untauglichkeit zu geben.
Bei "harten" Schaugefechten entstehen immer leichte Scharten.
Diese bergen ein nicht geringes Risiko und müssen deshalb
von Zeit zu Zeit ausgeschliffen werden. Dies kann mit einer nicht zu groben Feile oder einem Winkelschleifer mit Lamellenschleifscheibe
selbst vorgenommen werden.
Selbstverständlich kann diese Arbeiten aber auch die Traumschmiede übernehmen.
Eure Schwerter danken es Euch durch lange lebensdauer!

Ein rund 10 Jahre altes Schwert aus dem Hause "Aldinger"
vor- und nach der Überarbeitung im Hause Traumschmiede.
Aber auch das beste Schwert kann einmal brechen, die beste Verbindung kann sich lösen.
Deshalb ist die Einhaltung eines genügend großen Sicherheitsabstandes zum Publikum unverzichtbar!
NIEMALS darf mit scharf ausgeschliffenen Schwertern gekämpft werden!
Für das sportliche Fechten nach alten Überlieferungen (z.B. Talhoffers Fechtbücher),
fertige ich auch sogenannte "Fechtschwerter" an.
Diese haben eine weit dünnere Schlagkante von etwa 1,5mm bis 1mm und entsprechen in Gewicht und Balance einem
scharfen Original.
Diese Schwerter sind für harte Schläge Schneide auf Schneide nicht geeignet!
Prinzipiell fertigen wir jedweden Schwerttyp zu jedwedem Verwendungszweck passend an.
Klingenstärken und -härten können dabei genauso an die jeweiligen Bedürfnisse angepasst werden, wie
etwa die Griff- und Klingenlängen.
Sogar das Material kann in einem gewissen Rahmen gewählt werden.
Zur Verfügung stehen die oben genannten Stahlsorten

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Many pictures by: Roger Dempfle, Kirchentellinsfurt