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Das "Ferkel der Verzückung"

Diesen "Marktdudelsack" in klassischer G/A Stimmung und offener Griffweise habe ich für den Verkauf angefertigt.
Insgesamt ist er etwas weniger "brachial" gehalten, als die üblichen Vertreter der Gattung "Marktschwein",
dafür ist er jedoch nicht weniger Laut!
Die Spielpfeife ist eine Eigenentwicklung in offener, deutscher Blockflötengriffweise. Diese Pfeifen spielen sowohl mit
Kunststoffblättern, die ich ebenfalls extra dafür entwickelt habe, als auch mit zurechgeschliffenen "schottischen" Schilfblättern
für die Highlandpipe. Der Spieldruck ist aktuell nicht allzu hart eingestellt und das Instrument somit auch Anfängertauglich.
Erfahrenere Spieler werden sich sicherlich an der für diese Bauart sehr gut funktionierenden Chromatik erfreuen.
Bordun- und Blasrohrtechnik entstammen dem Erfahrungsschatz von Andreas Rogge.
Der Bordun ist auf A gestimmt und mit einem kräftigen Kunststoffblatt ausgestattet. Der "Deckel" Ist abnehmbar, so dass
zwischen einem Basslastigen, sonoren "Brummen" (mit Deckel) und einem obertonreicheren, lauteren Klang beliebig gewählt werden kann.
Das Blasrohr besitzt ein auswechselbares, aufgeschraubtes Mundstück und ein dauerhaft zuverlässiges Innenleben aus Kunststoff.
Die Verwendeten Hölzer sind Zwetschge und Kirsche (Pfeifen) sowie Eibe und Buchsbaum (Trichter, Stöcke und Zierringe).
Gebeizt wurde mit einer Beize nach einem alten Rezept, welche trotz der sehr dunklen,
fast schwarzen Farbe die schöne Maserung der Hölzer noch deutlich sehen lässt.
Gerne lasse ich Sie natürlich bei einem Besuch (nach Terminverenbarung) Probespielen.
Preis: 1100.- EUR Verkauft!

Dudey:

Dieses Instrument ist mein erstes etwas feiner gedrechseltes. Es handelt sich um einen sogenannten Dudey,
einen deutschen Dudelsack mit relativ leiser, zylindrisch gebohrter Spielpfeife in der Grundstimmung D.
Besonderheiten:
Spielpfeife in halbgeschlossener, französischer Griffweise, zum Teil chromatisch.
Drei Bordune, Bass, Tenor und Quint / Quart (umstimmbar). Bordunabschalter ist im Bordunstock integriert.
Einem glücklichen Zufall beim Einbinden ist es zu verdanken, dass alle drei Bordune während des Spieles mit Hilfe des
Anblasrohres durch eine leichte, nickende Kopfbewegung eingeschaltet werden können...
Die verwendeten Materialien sind:
Zwetschgenholz, Buchsbaum (Zierringe), handgeschmiedetes Messing (Schalter), echtes Horn (Mundstück),
dunkelgrünes Leder, handgenäht mit außenliegender Naht.
Dank der drei Bordune entsteht ein sehr voller Klang mit dem typischen, nasalen "Hümmelchensound"
Mein erstes Instrument mit komplett selbst eingerichteten Rohrblättern und TROTZDEM sehr guter Intonation und Zuverlässigkeit.
Alles in allem bin ich mit dem Resultat sehr zufrieden und bedanke mich auch hier sehr herzlich bei Andreas Rogge
für die Versorgung mit Holz und know how.



Leider bereits verkauft.
Hin und wieder fertige ich solche Instrumente, um einen gewissen Ausgleich zu meinen Arbeiten mit Metall zu haben.
Wie es dazu kam, ist weiter unten bei meinem eigenen Dudelsack beschrieben.
Die Grundstimmung ist G. Die Spielpfeife ist in der französischen Bauart ausgeführt und somit über 1 1/2 Oktaven
weitgehend chromatisch spielbar. Die Verwendung von Ebenholz für die Spielpfeife sorgt für einen sehr reinen, lauten Klang.
Alle anderen Pfeifen, sowie Stöcke und Anblasrohr sind aus Ahorn gefertigt.
Gebeizt ist er mit einer selbst hergestellten Beize nach einem alten Rezept. Da das Holz auf diese Beize nicht immer genau gleich reagiert, haben nicht alle
Teile genau die gleiche Farbe, was den besonderen Charakter des Instrumentes noch unterstreicht.
Der Zierring an der Spielpfeife und das Mundstück selbst sind aus echtem Horn.
Der Balg ist aus Leder, von Hand genäht und sauber abgedichtet, was für eine gute Spielbarkeit sorgt.
Optional ist der zweite, kleine Bordun erhältlich. Beide Bordune lassen sich von G auf die klassische
"Mittelalterstimmung" A umstimmen.
Die Bordune sind mit Kunststoffrohrblättern ausgerüstet, was eine größtmögliche Zuverlässigkeit gewährleistet.
Die Spielpfeife ist mit einem Schilfblatt versehen, was einen besonders klaren, lauten Klang zusätzlich unterstützt.
Allgemein habe ich auf einen lauten Bordunton, vor allem für die Verwendung als "Freiluftinstrument" Wert gelegt.
Säcke in französischer Bauweise sind allgemein, trotz nicht zu verachtender Lautsärke, recht leichtgängig und
daher auch als Anfängerinstrumente geeignet. Außerdem erlauben die einfach zu erlernende Griffweise,
die Bauart der Spielpfeife und die umstimmbaren Bordune ein sehr vielseitiges Spiel,
anders als bei Instrumenten in der marktüblichen "Blockflötengriffweise".
Preis wie abgebildet: VHB 1350.- EUR
Aufpreis zweiter Bordun: 200.- EUR
Mit freundllicher Unterstützung von Andreas Rogge.

Mein eigener, selbstgebauter Dudelsack:

Bereits um 1993 entdeckte ich die Dudelsackmusik, wie sie auf diversen Märkten teils gut, teils weniger gut zum Besten gegeben wurde.
Ich war sofort fasziniert von dem ungewohnten und lauten Klang dieser Instrumente. Nachdem gewisse Selbstbauversuche
(es mußten diverse Röhren, heimische Schilfrohre, Plastikstohhalme, ein Gelber Sack sowie die Trommelfelle der Nachbarn
dafür herhalten) nicht so recht klappen wollten (ich wartete schon eine Weile auf ein bereits bestelltes
Instrument und wollte die Zeit bis zur Fertigstellung irgendwie überbrücken), fragte ich einen Profi um Hilfe.
Andreas Rogge, Sackpfeifenmacher in Tübingen
(praktischerweise mein damaliger Wohnort und noch heute quasi "Um die Ecke"), erwies sich dabei als äußerst kompetent und
war mir eine große Hilfe.
An dieser Stelle möchte ich mich nochmals ausdrücklich bei Ihm bedanken und Ihm für seine eigenen Arbeiten mein
größtes Lob aussprechen.
Wer ein wirklich hervorragendes Instrument oder auch nur einen preiswerten Anfängersack sucht, ist bei ihm genau an der richtigen Adresse.
Bald schon plünderte ich mein Konto, legte mir eine einfache Drechselbank zu und es entstanden die ersten,
tatsächlich funktionierenden Pfeifen. Natürlich half mir nach Fertigstellung wiederum Andreas Rogge bei Intonations- und
Rohrblattproblemen.
Inzwischen ist das schon geraume Zeit her und meine Fähigkeiten auf dem Gebiet des Dudelsackbaues reichen aus, um
nicht nur funktionsfähige, sondern tatsächlich auch ganz brauchbare Instrumente zu bauen und diese inzwischen auch
halbwegs zu spielen.
Obwohl ich diese Instrumente nur für meinen eigenen Bedarf herstelle, möchte ich sie dennoch meinen Kunden und
Freunden als einen Teil meines handwerklichen Schaffens nicht vorenthalten und nicht ganz ohne Stolz präsentieren:

Hier zunächst das fertige Instrument (Fertiggestellt im Frühjahr 2004). Bereits mein dritter Versuch.
Wenngleich etwas umstritten im "Mittelaltermarktdesign", was soviel heißt wie: "Hat es so wahrscheinlich nie gegeben,
sieht aber toll aus".
Die Spielpfeife ist nach französischer Bauart in halbgeschlossener Griffweise ausgeführt und
somit über eineinhalb Oktaven weitgehend chromatisch Spielbar. Die Grundstimmung ist G.
Ich habe als Material hauptsächlich Birnbaum verwendet (war gerade verfügbar) und ihn farbig gebeitzt.
Einige Stöcke sind aus Esche, der große Trichter am Bordun aus Ulme. das Mundstück selbst ist aus schwarzem Horn.
Der Balg selbst ist aus Leder, von Hand genäht und mit selbst hergestelltem Dichtmittel aus Knochenleim und Glycerin
abgedichtet. Das sog. "cover", der Überzug des Sackes ist ebenfalls aus Leder, weinrot und mit dunkelgrüner Lederschnur vernäht,
wie auf dem Bild ganz oben gut zu sehen.

Die beiden Bordune klingen in G im Oktavabstand. Beide sind aber auf A/a umstimmbar. Der große Bordun
lässt sich außerdem durch Herausnehmen des Mittelteiles, auf d und auf c umstimmen, so daß auch in diesen
Tonarten gespielt werden kann.
Beim großen Bordun habe ich mir außerdem eine Umstimmechanik ausgedacht, die ohne die lästigen Stöpsel
(wie beim kleinen Bordun) auskommt.
Alles in Allem entstand so der vielseitigste "Marktmittelalterdudelsack", den ich bisher kenne. Und ich habe bereits
weitere Ideen, die mich wohl noch so manches Wohenende an der Drechselbank kosten werden.

Bei der äußeren Gestaltung habe ich einfach mal ein wenig experimentiert. Solche wendelartigen Verzierungen haben mich
z.B. schon immer gereizt...
Nicht so gut waren die scharfkantigen Griffmulden an der Spielpfeife: Die würde ich das nächste Mal anders machen...
War aber auch meine erste Spielpfeife, die sich hier bereits am zweiten Sack befindet.

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