Klingenstahl und Materialien für Bastler

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Holzzuschnitte für Messermacher


Europäisches Olivenholz



Derzeit ist unser Holzvorrat leider so gut wie ausverkauft. Bitte haben Sie etwas Geduld, bis das Lager wieder gefüllt werden kann.

Da die Preise für handgemachte Messer hoch sind und sich deshalb viele ihr "Essbesteck" selbst anfertigen, Bieten wir das dafür notwendige Griffmaterial an. Besonderen Wert haben wir dabei auf einheimische und bereits im Mittelalter verwendete Holzarten gelegt, die normalerweise kaum in kleinen Mengen zu bekommen sind. Das Holz ist sauber zugeschnitten und abgelagert, kann also sofort verwendet werden!

Wer gerne auch "modernere" Stilrichtungen baut, kann außerdem eine Auswahl an Edelhölzern bei uns bekommen.

Wir denken aber, es ist anhand der Bilder gut ersichtlich, dass ein edles Messer nicht notwendigerweise einen Griff aus teurem Tropenholz benötigt. Der Rest ist Geschmacksache.

Griffklötze:

Gerade hochmittelalterliche Messer hatten häufig einen Griff aus einem Stück Holz und nicht, wie im späteren Mittelalter, Griffschalen. Hierfür bieten wir Klötze in den großzügigen Abmessungen 3 x 4 x 14 cm an.

Griffschalen:

Diese schneiden wir in der großzügigen Abmessung von 1,2 x 4 x 14 cm zu.

Die Preise sind im Verhältnis zu anderen Messermachern recht günstig, außerdem haben wir einige Hölzer, die sonst nur schwer zu bekommen sind.
Besonders unsere Maserhölzer sind von ausgesuchter Qualität, mit auffälliger und schöner Struktur und daher sehr zu empfehlen!

Die Preise gelten sowohl pro Schalenpaar, als auch pro Klotz. Die Klötze sind zwar etwas größer, dafür ist der Aufwand beim Zuschnitt geringer.

Folgende Holzarten stehen zur Verfügung:


Mittelalter (Europa):



Zwetschge: 5.- EUR

Eines der härtesten, einheimischen Hölzer. Sehr edles Aussehen mit warmem, dukelbraunem Farbton, manchmal leicht violett. Dunkelt mit der Zeit nach. Nach etwa 200 Jahren nimmt es einen Ebenholzartigen Farbton an, wie ihn manche alten Musikinstrumente und Möbel zeigen. Man kann diesen sehr schönen Effekt mit einer speziellen Beize künstlich herbeiführen. Zwetschge ist relaiv spröde und Rißanfällig, was aber bei der von uns angebotenen Qualität kaum ins Gewicht fällt. Besonders Gut kommt sie in Verbindung mit Messing oder Silber zur Geltung.


Riegelahorn: 6.- EUR

Eine besondere Wuchsform ("Wimmerwuchs") des Ahorns mit sehr lebendiger Zeichnung, die fast dreidimensional wirkt. Relativ weich. Durch den wilden Faserverlauf nicht ganz einfach zu bearbeiten. Die Maserung wird oft durch Beizen zusätzlich hervorgehoben.


Maserbirke: 13.- EUR

Besonders in Nordeuropa kommt dieses Material vor und im traditionellen Messerbau zur Anwendung. Relativ hell und weich und gut zu bearbeiten. Die lebhafte Maserung wird oft durch Beizen noch betont ("angefeuert").


Olive: 8.- EUR

Eigentlich eher helles Holz mit auffälligen, dunklen Streifen. Riecht beim Bearbeiten deutlich nach Oliven. Gut zu bearbeiten, relativ hart. Äste und Verwachsungen kommen häufig vor und machen das Holz noch attraktiver.


Eibe: 4.- EUR

Bekannt als bestes Holz für den Bogenbau. Relativ weich und von sehr warmem, hell- bis dunkelbraunem Farbton und oft lebhafter Maserung. Eibenholz ist giftig und sollte nur mit Staubmaske bearbeitet werden!


Birne: 3.- EUR

Relativ hartes, homogenes, einheimisches Obstholz mit hellbrauner Farbe und gleichmäßiger, unaufdringlicher Maserung. Sehr gut zu bearbeiten. Lässt sich hervorragend in allen Farben mit handelsüblichen Beizen färben. Schwarz gebeiztes Birnbaumholz wurde früher häufig als Ersatz für das teure und seltene Ebenholz verwendet.


Hainbuche: 3.- EUR

Sehr hart und zäh, ansonsten hell und unauffällig, aber eben sehr stabil. Trotzdem gut zu bearbeiten, da auch sehr homogen.


Apfel: 3.- EUR

Hell bis mittelbraun, dezent aber sehr schön. Hart, aber gut zu bearbeiten. Selten im Handel zu bekommen!


Buchsbaum: 7.- EUR (im Spätmittelalter sehr verbreitet für Messergriffe).

Eines der härtesten und edelsten europäischen Hölzer. Von fast Weiß bis dunkelgelb mit meist wenig auffälliger Maserung. Wird im Instrumentenbau oft als Ersatz für Elfenbein und für ganze Instrumente verwendet. Sehr homogen und daher sehr gut zu bearbeiten. Neigt allerdings zum Verziehen. Wir haben hauptsächlich ausgesuchte, gut abgelagerte und daher Verzugsarme und rißfreie Stücke mit sehr schöner Maserung auf Lager. Faulstellen und Äste kommen häufig vor und machen das Holz mitunter sehr lebhaft und schön.


Speierling: 6.- EUR

Sehr seltenes und hartes Laubholz von mittelbrauner Farbe und schöner Maserung. Dem Apfel artverwand und auch ähnlich in Farbe und Verarbeitung. Früher galt es als das beste Holz für Obstpressen, Da es hart und unempfindlich gegen Feuchtigkeit ist. Aus den Früchten wird ein seltener und teurer Schnaps hergestellt. Dieses schöne Holz habe ich an einem Messer bisher noch nie gesehen!


Mooreiche: 6.- EUR

Mooreichen sind Eichen, die bis zu 10.000 Jahre in feuchten Böden lagerten und die hin und wieder in Kiesgruben gefunden werden. Durch die lange Liegezeit nimmt es einen dunkelgrauen bis tiefschwarzen Farbton an. Die Maserung ist wie bei Eiche, kommt aber durch die Verfärbung besonders gut zur Geltung. Mooreiche ist ein sehr begehrtes Material bei Messer- und Instrumentenmachern (
hier zum Beispiel). In der Härte und Bearbeitbarkeit ist es der Eiche ähnlich, also recht hart und offenporig, aber auch gut zu bearbeiten.


Vogelaugenahorn: 7.- EUR

Eine besondere Wuchsform mit lebendiger Zeichnung. Relativ weich und sehr gut zu bearbeiten. Die Maserung kann durch Beizen noch besser hervorgehoben werden.


Edelhölzer (teilweise auch schon im Mittelalter importiert):



Ebenholz: 9.- EUR

Das wohl bekannteste Edelholz mit meist tiefschwarzer Farbe, oft mit dunkelbraunen Streifen. Sehr hart und dicht, aber auch etwas spröde. Dennoch gut zu bearbeiten. Hellere Stellen dunkeln mit der Zeit nach. Der Splint (Bereich zwischen Kernholz und Rinde) ist fast weiß. Wir werden versuchen, auch solche "zweifarbigen" Stücke anbieten zu können.


Makassar Ebenholz: 15.- EUR

Dieses Holz gilt zu Recht als besonders edel. Von der Härte und Bearbeitbarkeit ganz ähnlich, wie "normales" Ebenholz, aber mit auffälliger, hell - dunkel Zeichnung, die manchmal sogar ins Grünliche geht.


Santos Palisander: 8.- EUR

Eine sehr schöne und im Messerbau beliebte Palisanderart. Sehr hart, aber gut zu bearbeiten und von der typischen, dunkelbraunen Farbe. Im Rohzustand teilweise recht lebhaft gemasert, es dunkelt aber mit der Zeit noch nach.


Bubinga: 4.- EUR

Hartes Holz mit mittelbrauner, leicht ins Violette gehender Farbe. Bei Messermachern beliebt und gut zu bearbeiten.


Rosenholz: 9.- EUR

Eigentlich eine Palisanderart. Im Messer- und Instrumentenbau ist es wegen seiner Härte und Zähigkeit, vor allem aber wegen seiner sehr ansprechenden Maserung (Hellbraun, dunkelbraun, Violett) sehr geschätzt. Diese auffällige Färbung geht auch beim Ölen und über längere Zeit kaum verloren. Gut zu bearbeiten, sehr homogen, aber eben hart.


Kingwood: 9.- EUR

Dem Palisander ähnliches, sehr schön gezeichnetes und auch hartes Edelholz. Bei Messermachern sehr beliebt und gut zu bearbeiten.


Padouk: 3.- EUR

Recht hartes Holz mit sehr schöner, rötlich brauner Farbe, die, je nach Lichteinfall, leicht irisiert. Ein enorm schönes und stabiles Holz. Sehr gut zu bearbeiten und polierfähig. Nach dem Ölen nimmt es einen noch dukleren und ich möchte sagen noch schöneren Farbton an.


Ipe: 4.- EUR

Extrem hartes und dauerhaftes Holz aus Südamerika. Wird heute wegen seiner Verschleißfestigkeit meist als Bodenbelag (Parkett) eingesetzt. Ich habe noch nie damit gearbeitet. Die Farbe ist im Rohzustand grünlich gelb mit feiner Struktur. Nach dem Schleifen sieht es aus, wie auf dem Bild. Die Rinde dient auch als Räuchermittel und Gewürz. Man sagt diesem Holz bzw. seiner Rinde heilende Wirkungen nach. Auch dieses Holz habe ich an noch keinem Messer gesehen.


Zebrano: 5.- EUR

Eher weiches, bei Messermachern sehr beliebtes Holz mit sehr auffälliger Maserung, die ihrem Namen Ehre macht. Sehr ansprechend und sehr gut zu bearbeiten.


Pau rosa: 4.- EUR

Hartes, palisanderähnliches Holz, ebenfalls beliebt im Messerbau und gut zu bearbeiten.


Cocobolo: 8.- EUR (hier fallen die Zuschnitte u.U. etwas kleiner aus).

Cocobolo ist ein dem Ebenholz ähnliches, sehr hartes Holz, das sich aber wie Ebenholz gut bearbeiten und Polieren lässt. Die Farbe und Maserung liegt zwischen lebhaft und zahm, zwischen dunkelbraun und hell orange. Bei Instrumenten- und Messermachern sehr beliebt und sehr ansprechend. Auffällig gezeichnete Stücke sind selten und begehrt, denn es dunkelt mit der Zeit nach, so dass die Maserung unauffälliger wird. Der Splint (Bereich zwischen Kernholz und Rinde) ist wie bei Ebenholz fast weiß. Wir werden versuchen, auch solche "zweifarbigen" Stücke anbieten zu können. Cocobolo haben wir leider nicht immer am Lager, so dass u.U. mit längeren Lieferzeiten zu rechnen ist.


Amaranth: 5.- EUR

Frisch zugeschnitten sieht das harte Amaranth ziemlich langweilig grau aus. Nach einigen Tagen wird es allerdings unter Lichteinfluss leuchtend violett! Diese Farbe wird noch intensiver und sogar leicht irisierend, wenn das Holz Lackiert wird. Diese Umstände machen es sehr schwierig, Amaranth als internettaugliches Photo halbwegs farbecht daruzstellen. Das Bild trifft aber recht gut. Dieses Holz ist relativ offenporig und ziemlich hart und deshalb nicht ganz so leicht zu bearbeiten. Aber es lohnt sich! Sehr gut geeignet für ausgefallene Messerideen vor allem in Kombination mit Messing oder Gold. Bei Messermachern sehr beliebt für Fantasydesigns.


Wengé: 4.- EUR

Wengé ist ein recht hartes, der Eiche ähnliches Holz. Es zeichnet sich durch einen Kontrast in der Maserung zwischen dunkelbraun und tiefschwarz aus. Vor allem aber ist es sehr dauerhaft und so beständig gegen Witterungseinflüsse, das man es schon fast als "Spülmaschinenfest" bezeichen kann. Bei Messermachern für Gebrauchsmesser beliebt, die hart eingesetzt werden und Feuchtigkeit ausgesetzt sind (z.B. Küchenmesser). Die hellen Jahre sind wesentlich weicher, als die dunklen, daher nicht ganz so leicht zu bearbeiten und zu polieren, dennoch sehr ansprechend.


Thujamaser: 12.- EUR

Dieses sehr Harte Holz wird aus verwachsenen Knollen des Thujabaumes zugeschnitten. Es hat eine äußerst ansprechende, dunkelbraune Maserung und ist von sehr wildem Wuchs. Daher eignet es sich vor allem gut im Zusammenspiel mit lebhaft damaszierten Klingen oder zum "Aufpeppen" von Monostahl. Bei Messermachern sehr beliebt und auch sehr ansprechend. Leider selten und teuer.


Anarbeitung:

Es ist recht schwierig, mit einfachen Mitteln eine tiefe Bohrung z.B. in Klötze einzubringen. Deshalb Bohren wir die Klötze auf Wunsch auch vor (durchgehend und mittig). Der Aufpreis hierfür beträgt 10.- EUR

Prinzipiell können wir auch größere Abmessungen der angebotenen Hölzer besorgen (z.B. für Drechsel- oder Schnitzarbeiten). Hierbei muß allerdings u.U. mit längeren Lieferzeiten gerechnet werden. Anfragen sind jedoch jederzeit willkommen.


Klingenstahl




Wir haben Klingenstahl der Qualität 55 Si 7 in den Folgenden Abmessungen auf Lager:


- 30 x 4 mm, 0,944 Kg/m
- 30 x 8 mm, 1,889 Kg/m
- 40 x 4 mm, 1,259 Kg/m
- 40 x 5 mm, 1,574 Kg/m derzeit ausverkauft
- 40 x 6 mm, 1,888 Kg/m derzeit ausverkauft
- 50 x 4 mm, 1,574 Kg/m derzeit ausverkauft
- 50 x 5 mm, 1,968 Kg/m derzeit ausverkauft
- 50 x 6 mm, 2,361 Kg/m derzeit ausverkauft
- 60 x 4 mm, 1,889 Kg/m derzeit ausverkauft
- 70 x 4 mm, 2,203 Kg/m
- 50 x 12 mm, 4,723 Kg/m


Preis pro Kilogramm: 10.- EUR

Das Gebrauchshärtemaximum dieses Stahles liegt bei 60 HRC.

Reste:

Es fallen immer mal wieder auch Reststücke (Länge unter 1 m) unterschiedlicher Abmessungen an, die am besten bei Abholung ausgesucht werden können. Diese bieten wir für 7.- EUR / Kg an. Wir packen aber selbstverständlich auch gerne ein "Überraschungspaket" mit dem gewünschten Gesamtgewicht.

Versand:

Die Versandkosten richten sich nach den in den
AGB`s angegebenen Konditionen der Post AG. Lange Stücke (über 1,20 m) sind allerdings "Sperrgut" und deshalb leider sehr teuer (23,50 EUR).


Härteservice



Die Klingen müssen nach dem Bearbeiten gehärtet werden. Da es zur Zeit in Deutschland lediglich etwa 2 Härtereien gibt, die dies zufriedenstellend Bewerkstelligen können, bieten wir unseren Härtereiservice an:

Härten einer Schwertklinge aus 55 Si 7 auf den gewünschten Wert (bis max. 60 HRC, Toleranz ca. plusminus 2 HRC), pauschal 60.- EUR



Natürlich können auch andere Stahlsorten (solange es sich um un- oder niedriglegierte Stähle handelt) von uns gehärtet werden. Hierzu muß aber die genaue Stahlbezeichnung bekannt sein!

Wichtig bei moderner Härtung:

- Die derzeit maximale, von uns härtbare Klingenlänge liegt bei ca. 105 cm (plus Angel, die nicht vollständig gehärtet werden muß).

- Die beim Härten freiwerdenden Spannungen äußern sich meist durch einen gewissen "Verzug", d.h., die Klingen verbiegen sich beim Abschreck- und Anlassvorgang. Je länger und feiner die Klinge ist, umso stärker macht sich das bemerkbar. Wir richten diesen Verzug so gut wie technisch machbar aus, so das in aller Regel sehr verzugsarme Klingen dabei herauskommen. Wir können allerdings keinerlei Haftung für stärkeren Verzug oder Bruch beim Richten (ca. eine von 150 Klingen) Übernehmen! Das Richten erfordert viel Erfahrung und Gefühl. Eine saubere, nicht zu rauhe Oberfläche der Klinge erleichtert diese Arbeit und senkt das Bruchrisiko!

- Aus den selben Gründen sind scharfkantige Übergänge (z.B von der Klinge zur Angel) und scharfe Kanten an den Schneiden möglichst zu vermeiden!

- Die Klingen bekommen durch die Wärmebehandlung einen dünnen, hellgelben bis grauschwarzen Überzug aus Metalloxiden, der sich leicht wieder abschleifen lässt. Dicke "Zunderschichten", wie sie beim Schmieden oder der Härtung im offenen Feuer auftreten, entstehen dabei nicht, so dass fast schon die Endpolitur angebracht werden kann, was die Nacharbeit erheblich erleichtert. Diese überlassen wir aber üblicherweise dem Kunden.

- Die Klingen werden im Ofen aufgehängt, um den Verzug zu minimieren. Hierzu muß die Angel an einer geeigneten Stelle mit einer kleinen Bohrung von 2 mm Durchmesser versehen werden.

- Klingen, die scharf ausgeschliffen werden sollen, dürfen nicht schon vor dem Härten ausgeschliffen sein. Eine leichte Kante von ein bis zwei zehntel mm muß stehenbleiben!

- Rost, Walzhaut oder Schmiedezunder sollten vor dem Härten möglichst vollständig entfernt werden. Diese können sonst die Härteannahme, den Verzug und die Prüfergebnisse ungünstig beeinflussen.

Härteprüfung


Wir verfügen über ein eigenes, offiziell zugelassenes und Kalibriertes Härteprüfgerät zur Messung der Rockwellhärte (abgekürzt "HRC").
Damit wird jede Klinge nach jedem Wärmebehandlungsvorgang mehrfach überprüft. Üblicherweise dient dabei die Angel als Messstelle, da das Prüfverfahren sehr kleine, je nach Politur jedoch gut sichtbare Abdrücke des Prüfdiamanten hinterlässt.
Bitte sagen Sie vorher bescheid, ob und wo wir ggf. auch auf der Klinge messen dürfen!

Gerne führen wir auch Härtemessungen an fertigen Klingen durch, diese sollten dann aber vorbeigebracht werden, der Aufwand des Hin- und Herschickens per Post lohnt hierbei nicht. Dafür machen wir solche Prüfungen kostenlos!


Härten im Schmiedefeuer



Das Härten im Schmiedefeuer ist eine uralte Kunst, die wir mittlerweile ganz gut beherrschen. Zwar sind die Risiken wie Verzug, Härterisse u.a. dabei größer, als bei der "computergesteuerten", modernen Wärmebehnadlung, die Ergebnisse sind aber, wenn alles gut geht, unter Umständen sogar noch besser. Deshalb bietet sich dies vor allem bei scharfen Klingen aus Schweißverbundstahl an. Der Aufwand ist dabei allerdings recht hoch, ebenso das Ausschußrisiko. Wer Kosten und Mühen nicht scheut, kann aber auch diese Arbeit gerne von uns ausführen Lassen.

Härten im Schmiedefeuer:

Messerklinge bis ca. 50 cm: 100.- EUR
Schwertklinge bis max. 90 cm: 250.- EUR

Auch hier muß der Werkstoff möglichst genau bekannt sein! Härtearbeiten an hochlegierten, modernen Stählen sind im Schmiedefeuer nur mit größtem Aufwand möglich und werden deshalb von uns nicht durchgeführt. Eine Angelbohrung ist beim "Härten von Hand" nicht notwendig. Wir übernehmen aber auch hier keine Haftung für Ausschuß!

Wichtig bei Handhärtung:

Alle Klingen, die von Hand gehärtet worden sind und scharf ausgeschliffen werden sollen, dürfen nach der Wärmebehandlung nicht mehr maschinell und ungekühlt geschliffen werden, da sie sonst unausweichlich an Härte und vor allem Zähigkeit verlieren. Es empfielt sich daher die Verwendung von wassergekühlten Schleifsteinen z.B. von Hand. Mittlerweile gibt es auch wassergekühlte, maschinell angetriebene Steine im Handel zu kaufen. Fragen Sie uns danach und riskieren Sie keine Qualitätseinbußen durch falsche Nachbearbeitung!

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