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Spatha mit damaszierter Klinge und Handpolitur





Ursprünglich war diese Klinge aus unserer Werkstatt nur ein Experiment. Da dieses aber ausgesprochen gut glückte, fand sie bald einen dankbaren Abnehmer.

Die Klinge dieses Schwertes besteht aus einem ca. 350 Lagigen Damaszenerstahl aus reinen Kohlenstoffstählen. Die Lagen liegen senkrecht zur Schneidenebene.

Die Montierung ist im Stil allamannischer Schwerter ausgeführt und nach Kundenwunsch relativ schlicht gehalten. Als Materialien kamen Stahl, Silber und Zwetschgenholz zur Anwendung. Der Griff ist achtkantig facettiert.

Poliert wurde die Klinge rein von Hand nach der japanischen Methode. Diese erzeugt sowohl einen ausgesprochen feinen Spiegelglanz, als auch eine gut sichtbare Struktur ohne chemische Hilfsmittel. Wie das Bild gut zeigt, ist dieses Hervorheben der Struktur etwas subtiler, aber auch deutlich detailreicher als bei den üblichen Ätzverfahren:




Detailansicht der Politur, ausgeführt von Dr. Stefan Mäder.
Das zweite Bild bringt den hellen Glanz dieser Klinge besser zur Geltung.



König Theoderich schreibt dazu in seinem berühmten Brief bereits im 5. Jhdt:

"...Dieses Metall ist auf Eurem Schleifstein geschliffen und mit Eurem glänzendsten (evtl. "berühmtesten") Pulver so beharrlich poliert, bis sein stählerner Glanz ein Spiegel der Männer wird..."

Dieses sehr feine Schwert wurde traditionell im Schmiedefeuer von Hand durchgehärtet und erzielte eine sehr hohe Härte von deutlich über 60 HRC. Dennoch lässt es sich verzugsfrei und ohne zu brechen um 90° biegen.

Maße:
Gesamtlänge:84 cm
Klingenlänge: 69,5 cm
Grifflänge: 9,6 cm
Gewicht: 640 g

Preis: Wie abgebildet ab 4800.- EUR (incl. Politur).

Japanische Klingenpolitur: Ab 15.- EUR pro cm Klingenlänge.

Einhandschwert im Stil des Schwertes von König Sancho IV von Castilien 1298




Dieses Schwert wurde im Kundenauftrag als scharfes Schwert mit Federstahlklinge von uns hergestellt. Als Vorbild diente ein Original, welches König Sancho IV von Castilien zugeschrieben wird und unter anderem in der Literatur in E. Oakeshotts "Records of the Medieval Sword" zu finden ist. Aus Kostengründen wurde es jedoch vereinfacht.

Es handelt sich um eine wuchtige, aber dennoch gut ausgewogene Waffe mit recht breiter Klinge und relativ schmaler Kehlung. Der Ortbereich des Blattes weist einen linsenförmigen Querschnitt auf. Die Parierstange mit ausgebreiteten Enden ist relativ kurz und an den Enden dekorativ befeilt.



Die Gravuren wurden ebenfalls nach Kundenwunsch von Hand gestochen. Das Gehänge entspricht von der Machart her ebenfalls dem Original und funktioniert, wie in dieser Zeit üblich, nach dem Prinzip des "geteilten Gürtels". Der Gurt des Originals bestand wohl aus sehr feiner, brettchengewebter Borte, die derzeit in einer solchen Qualität leider kaum zu bekommen ist. Der Um die Scheide gewundene Teil bestand jedoch auch beim Original aus relativ dickem Leder. Das Ortband wurde genau passend aus Messing handgeschmiedet.

Preise:

Wie abgebildet, mit Gravuren, Scheide, Gehänge und Beschlägen, Scharf: 1800.- EUR
Grundpreis als einfache, stumpfe Fechtversion: 920.- EUR


Schweizer Säbel, Anfang 16. Jhdt.




Ein schönes Beispiel für einen sogenannten "Schweizer Säbel" in einfacher Ausführung.

Er wurde gefertigt für unseren Kunden Asmus Teller, einen sehr versierten, historischer Fechter der Schule
"Magisterium" von Peter Koza.

Diese relativ langen, einschneidigen Hiebwaffen waren bei uns im Spätmittelalter verbreitet. Die Klingen weisen eine relativ leichte Krümmung auf. Charakteristisch ist außerdem die lange Rückenschneide und die ausgeprägte "Ferse", eine Verbreiterung im vorderen Klingendrittel.

Die Klinge besteht aus gehärtetem Federstahl. Die S-förmig gebogene Parierstange ist aus Stahl geschmiedet. Der facettierte Birnenknauf besteht aus massiver Bronze. Die Waffe hier im Beispiel ist als Fechtgerät mit ca. 1 mm "Schlagkante" ausgeführt und wiegt, wie die Originale, um 1300 Gramm bei einer Gesamtlänge von etwa 1,16 m.

Preis wie abgebildet oder ähnlich: 1500.- EUR

Hochmittelalterliches Reiterschwert


Das hier gezeigte Schwert mit Scheide ist ein typisches Beispiel für ein hochmittelalterliches Reiterschwert. Diese einhändig geführten Klingen tauchen auf zahlreichen Abbildungen immer wieder auf, so das eine recht genaue Rekonstruktion möglich ist, obwohl nur sehr wenige Originale aus dieser Zeitspanne erhalten sind.

Die kurze, fast gerade Parierstange entspricht der "modischen" Kreuzsymbolik. Ansonsten ist das Aussehen sehr "Zweckbetont" und eher schlicht.

Die Scheide dagegen ist aufwändig mit Fell- und Holzkern und Lederbezug gearbeitet und mit einem aufwändig geflochtenen Gehänge versehen (näheres unter
Schwertzubehör). Das Ortband besteht aus verzinnter Bronze.

Dieses Bild aus der sogenannten "Kreuzfahrerbibel" zeigt nicht nur die einfache Griffgestaltung, sondern auch die verhehrende Wirkung dieser Schwerter sehr deutlich.
In der "Manessischen Liederhandschrift" ist des Öfteren das um die Scheide gewundene Gehänge zu sehen, was wohl zu Präsentations- und Transportzwecken üblich war.


Das Schwert ist als scharfes Schwert konzipiert, aber auch als Fechtschwert machbar.

Preise:

Als scharfes Schwert: 1080.- EUR
Als Fechtschwert: 780.- EUR
Scheide: 370.- EUR
Aufpreis Gehänge: 150.- EUR

Spatha aus Niederstotzingen, Grab 1



Griffvariante Eschenholz,
Bronzeknäufchen



Griffvariante Zwetschgenholz,
Messingknäufchen



Das hier abgebildete Schwert entspricht nicht genau dem Original, sondern war ursprünglich lediglich ein "Vorversuch". Nichtsdestotrotz ist es eines unserer beliebtesten Schwerter geworden, welches wir bereits mehrfach für unsere Kunden so gefertigt haben.

Gut zu erkennen das Knäufchen und die sehr aufwendige Konstruktion der Griffteile.

Dieser Aufbau ist typisch für die allamanische Spatha und sollte auf die Hand des Benutzers angepasst werden.
Die am Griff zu sehenden "Zwingen" bestehen aus massivem Silber und sind von Hand geschmiedet.
Dieses Detail haben wir uns erlaubt, hinzu zu dichten...



Hier noch eine Gesamtansicht komplett mit Scheide und Beschlägen nach Kundenwunsch. Handgeschmiedetes Mundblech und langes Ortband aus massiv Silber, Scheide mit Fellkern und rotem Lederbezug, einfaches Gehänge aus naturbraunem Gürtelleder und handgeschmiedeten Schnallen.



Das Original

Der Nachguß,
Vorder- und Rückseite


Diese Spatha habe ich selbst, zusammen mit Wolfgang Abart, vermessen und gezeichnet, um detailgetreue Repliken anfertigen zu können.
Das Messingknäufchen wurde bereits vor etwas längerer Zeit von Karl Aldinger genau nach den Abbildungen der Publikation zum niederstotzinger Fund gefertigt.
Das Original befindet sich im "Württembergischen Landesmuseum Stuttgart" und kann dort besichtigt werden (erste Vitrine links neben der Eingangstür zum Raum "Alamannen").

Spatha, Fechtschwertversion
(Schlagkante 1,5mm)
1500.- E

Spatha, Kampfschwertversion, scharf
2000.- E

Scheide wie Beispiel oder ähnlich, mit Ortband und Mundblech in massiv Silber, handgeschmiedet
580.- E

Langes Schwert nach historischem Vorbild



Dieses Schwert ist ein Beispiel für einen Nachbau eines historischen Stückes. allerdings wurde das Vorbild, ein Zweihändiges "langes Schwert" mit gut 1,5 m Länge, auf das Maß eines "normalen", Schwertes reduziert. Es ist zur Ausübung historischer Kampfkünste als stumpfes Fechtschwert ausgeführt. Die sehr steife und wuchtige Mittelgratlinge ist durchgehend 6 mm stark und macht das Schwert zu einer mächtigen Hiebwaffe. Sowohl Knauf als auch Parierstange sind aus je einem Stück Stahl geschmiedet, von Hand befeilt und mit eingebranntem Öl und Bienenwachs geschwärzt. Diese Oberflächenbehandlung dient in erster Linie dem Rostschutz, sieht aber zudem noch gut aus. Die Lederwicklung ist auf diesem Bild noch nicht die endgültige, die wahrscheinlich naturfarben wird. Rote Griffbelederungen waren aber durchaus üblich, wie einige zeitgenössische Abbildungen zeigen. Das Original war mit gekordeltem Draht bewickelt, was allerdings für den Fechtschulgebrauch ohne Handschuhe nicht sinnvoll und außerdem sehr aufwendig ist.

Dieses Schwert wurde fast vollständig entworfen und gefertigt von meinem Mitarbeiter Johannes Wolff. Fertiggestellt am 08.2004.

Technische Daten:

Gesamtlänge: 117 cm
Grifflänge: 17 cm
"Schlagkante": ca. 1,5 mm
Klingenbreite: 4,5 cm
Gewicht ca. 1450 g
Schwerpunkt ca. 10 cm unterhalb der Parierstange

Preis: Mit gegossenem Bronzeknauf: 1900.- EUR
Mit geschmiedetem Knauf wie abgebildet: 2200.- EUR

Saxe, frühmittelalterliche Multitalente

Hier nun die schon lange versprochene, neue Saxvariante:



Bereits vor längerer Zeit veranlassten uns eigene Untersuchungen an Saxen aus dem 7. Jhdt aus der Sammlung des Landesmuseeum Stuttgart zu dem hier nun vorgestellten Rekonstruktionsvorschlag.

Holzreste an meist langen Angeln in Kombination mit einigen nordischen Moorfunden, bei denen solcherart Griffe sehr gut erhalten sind, lassen ein bisher so noch nicht dagewesenes Bild dieses vielbesungenen Multitalentes entstehen:

Der lange, ovale Griff mit massiver Messing- oder Bronzezwinge sorgt dafür, das sich mit dieser Klinge sowohl feine (gegriffen nahe der Klinge), als auch grobe (gegriffen am Griffende) Arbeiten problemlos ausführen lassen. Als Waffe eingesetzt ergeben sich zudem erstaunliche Hebelmöglichkeiten. Gleichzeitig zeigen die fast ausnahmslos parierstangenlosen Funde, dass es durchaus nicht immer einen "Knebel" braucht, damit die Hand nicht auf die Klinge rutscht: Etwas mehr Erfahrung im Umgang mit solchen Gerätschaften ist eine mindestens ebensogute Lösung...

Mit einem solchen "Messer" ist also vom Gemüseschälen über Holzhacken bis hin zum eher kriegerischen Einsatz als Waffe alles drin.

Damit alles seine Richtigkeit hat, verwenden wir bei dieser Museeumsreplik keine modernen Kitte, sondern vielmehr auf Fichtenharzbasis nach einem alten Rezept selbst hergestellten Klebstoff zur Montage des Holzgriffes. Zusätzlich ist die Angel, genau wie bei den historischen Vorbildern, am Griffende noch vernietet. Der Griff selbst besteht in unserem Beispiel aus Zwetschgenholz und ist aus einem Stück gefertigt.

Die sehr scharfe Klinge ist aus Federstahl von Hand geschmiedet, im Schmiedefeuer gehärtet und weist einen durchgehend V- förmigen Querschnitt auf. Der Rücken ist ca. 6 mm stark.

Maße und Preis Beispielsax:

Klingenlänge: 35 cm
Klingenbreite: 35 mm
Grifflänge: 23,5 cm
Gewicht: 400 g

Die Maße können wir in einem gewissen Rahmen nach Wunsch variieren.

Preis: ab 490.- EUR


Schaukampf- und Fechtspatha


Im Stil des Schwertes aus Fridingen, Grab 276
Das Bild zeigt eine Scharfe Ausführung mit Bronzeknäufchen




Diese Spatha kann ich, wie die meisten anderen Schwerter auch, in verschiedenen Ausführungen anbieten:

-Als Schaukampfschwert (mit verlängertem Griff und 50 mm Klinge).
-Als Fechtschwert für unser Training.
-Als scharfes Schwert für Sammler und Liebhaber bzw. zum Formentraining.

Die Griffgestaltung ist in Anlehnung an die Spatha aus Fridingen
(siehe auch Archäologie) ausgeführt.

Das Original


Technische Daten:



Gesamtlänge: ca. 88 cm
Grifflänge: Wird angepasst, ca. 9 bis 10,5 cm
Klingenbreite: 50 oder 53 mm
Gesamtgewicht: ca. 840 Gramm
Schwerpunkt etwa 20 cm vor der Parierstange

Scharf: 1000.- E (Lieferung ohne Scheide)


Schwert des Landgrafen und Deutschordensmeisters Konrad von Thüringen und Hessen, um 1240


Dieses bemerkenswerte Schwert zählt wohl zu den derzeit bekanntesten Artefakten des 13 Jhdt. Obwohl immer wieder als Zeichnung oder Photographie in der einschlägig bekannten Literatur dargestellt, repräsentiert es doch eine für seine Entstehungszeit noch vollkommen untypische und neue Idee: Die Idee des 1 1/2 händigen, langen Schwertes.

Die häufige Erwähnung dieses Stückes ist wohl dem Glücklichen Umstand zu verdanken, dass recht viel darüber bekannt ist: Die beiden in Bronze applizierten Wappen auf dem Messingknauf verraten die Zugehörigkeit zum Landgrafen Konrad von Thüringen und Hessen, welcher zwischen 1239 und 1241 sein Amt ausübte. Von ihm sind außerdem ein tropfenförmiger Reiterschild mit der Löwenapplikation in Kreidegrund und Leder sowie ein Siegel mit Inschrift erhalten, Welches ihn selbst hoch zu Roß und mit dem besagten Wappenschild in der Hand darstellt. Auf dem Kopf trägt er dabei einen einfachen Topfhelm, Schwert und Gehänge werden leider vom Schild verdeckt.

Die Fertigung dieses Stückes geschah auf Wunsch von Jochen Grasser, Mitglied im Verein "Die Reisecen e.v." und Schüler der "Lebendigen Schwertkunst", Wolfgang Abarts Schule für alte Schwerttechniken.
So können wir nun mit Bestimmtheit sagen, das es sich hier um ein sowohl sehr ästhetisches als auch gebrauchstechnisch einmaliges Meisterstück alter Schmiedekunst handelt.

Trotz seiner enormen Größe (Gesamtlänge 116,5 cm) und des relativ hohen Gewichtes von etwa 1350g liegt es erstaunlich leicht und sehr sicher in der Hand. Die Grifflänge liegt bei genau 14 cm, die Klingenbreite an der Parierstange bei 53 mm. Der facettierte Knauf mit dem leicht naiven, floralen Rankenmuster, bei dem jede der insgesamt 16 Blüten zugleich auch ein Phallussymbol sein könnte, greift sich ebenfalls sehr angenehm. Auf die aufwendigen und teuren Tauschierungsarbeiten wurde hier aus gründen der Praxistauglichkeit verzichtet. Selbstverständlich wäre aber auch dies machbar. Der Schwerpunkt liegt etwa 8 cm von der nur ganz leicht nach vorne gerichteten Parierstange (die damit der "modischen" Kreuzsymbolik entspricht) entfernt.

Dieser Nachbau erfolgte in fechttauglicher Ausführung, also mit noch 1,5 mm "Schlagkante" und 4 mm Federstahlklinge. Gewichtung und Balance stimmen dennoch mit dem Original überein, da hier die Klinge zwar scharf und deshalb eigentlich leichter, an der Klingenwurzel jedoch etwas dicker war. Auch dies ist ein seltener Glücksfall: Es ist durchaus nicht immer möglich, derart starke Veränderungen ohne Einbußen umsetzen zu können.

Selbstverständlich ist es auch möglich, dieses Stück mit originalgetreuer, scharfer Klinge zu fertigen.

Wir danken dem Deutschen Historischen Museum Berlin, Zeughaus Spandau, Hr. Dr. Quaas für die freundliche Unterstützung dieses Projektes mit Bildmaterial.

Preis: Mit aufwändig gegossenem Messingknauf, Wappen in Bronze Appliziert: 2300.- EUR

Die Griffteile des Originals waren wahrscheinlich komplett Vergoldet (Aufpreis 100.- EUR)


Replik Schöckingen, Grab 16/1:

Replik

Original

Maße des Originals:

Gesamtlänge: 86,5 cm
Klingenlänge: 72 cm
Grifflänge 9,8 cm


Dieses überaus prächtige Schwert ist eine Replik eines Schwertes, welches in Schöckingen gefunden wurde (Grab 16/1).
Es wurde von Wolfgang Abart angefertigt, um die Führigkeit dieser Waffe genau beurteilen zu können und wird von ihm in unserer Schwertschule verwendet.

Die Griffteile bestehen aus schwarzem Horn, Leder und silbertauschiertem Edelstahl. Die Klinge wurde in mehrtägiger Arbeit von Hand mit Steinen geschliffen und poliert.

Die Maße entsprechen milimetergenau dem Original, der Griff wurde allerdigs an die Hand angepasst.



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