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Weltneuheit:
"Federn", die Fechtschwerter unserer Vorfahren
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Nach über einem Jahr der Suche ist es uns endlich gelungen, Originale zu diesen merkwürdig anmutenden Schwertern zu finden,
die immer wieder in den diversen Fechtbüchern dargestellt sind.
Aufmerksam wurden wir zunächst durch eine Abbildung einer Griffpartie im Buch "Waffen im Schweizerischen Landesmuseum, Griffwaffen I". Ein Besuch im besagten Museum (Zürich) und die freundliche Unterstützung von Hr. Dr. Senn machten kurz darauf den Nachbau der ersten, originalgetreuen "Feder" (Bildmitte) möglich. |
Funktion und Ausführung:
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Da dies allein nicht ausreichen würde, um einem kraftvollen Stich das Verletzungspotential vollständig zu entziehen, werden die Klingen Richtung Ort auch in Ihrem Stärkenverlauf von 4 mm an der Parierstange auf 1,5 bis max. 2 mm am Ort deutlich dünner. Eine "milde" Härtung sorgt endlich dafür, daß sich die Klingen, ganz ähnlich wie bei unseren heutigen Sportfechtwaffen Degen, Florett oder Säbel, bei einem Stichtreffer durchbiegen können. Von diesem Umstand dürfte auch die schriftlich überlieferte Bezeichnung "Feder" herrühren. Bei unseren Federn ist es ohne Weiteres möglich, die Klingen um volle 180° (also wie ein "U") zu biegen, ohne das ein Bruch eintritt! In diesem Zusammenhang sei angemerkt, das diese Tatsache eine engere Verwandschaft der "Federn" mit den heutigen Sportfechtwaffen nahelegt. Waren die Federn ursprünglich vermutlich ehemals scharfe Waffen, denen die Schärfe durch großzügiges Abschleifen der Schneidenkanten bis kurz vor die Parierstange genommen wurde (vgl. z.B. Talhoffers Fechtbücher), so wurde daraus später eine eigene Waffengattung mit eigenem Kampfstil, wie sie auch bei unseren Nachbauten vorliegt (vgl. z.B. Fechtbücher von "Meyer"). |
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Links: Federn bei Hans Talhoffer, 1467.
Kurz hinter der Parierstange ist ein leichter Absatz zu erkennen. Wir vermuten hier den Ursprung der Federn: Ein "altes" Schwert wurde großzügig stumpf geschliffen. Noch verjüngen sich die Klingen zum Ort hin. Auch der Ansatz folgt dieser Form. Für den Einsatz in einem freien Gefecht ist diese recht spitze Form noch zu gefährlich. Im "normalen" Trainigseinsatz dagegen durchaus ausreichend "entschärft". |
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Rechts: Federn bei Joachim Meyer, 1570. Hier liegt bereits die von uns nachgebaute Form vor. Deutlich zu sehen: Die nun zum Ort hin breiter werdenden Klingenansätze. Diese Form eignet sich für den Einsatz im freien Gefecht. |
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Das Bild zeigt die einzelnen Herstellungsschritte der Klingen. Von unten nach oben:
- Flachmaterial mit 60 x 4 mm
- Lasergeschnittener Rohling - Roh ausgeschmiedeter Rohling - Gehärtete und teilpolierte Klinge - Fertig montierte "Feder" mit verzinnten Griffteilen und Holzgriff mit Lederwicklung. Gut erkennbar: Die großzügig dimensionierten Angeln. Maße und Gewicht: Gesamtlänge ca. 129,5 cm Grifflänge 28,3 cm Klingenlänge 95,5 cm Schwerpunkt 2 - 3 cm vor der Parierstange Gewicht ca. 1300g (Original 1385g) |

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