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Fechtschwert "I33"

Ein weiteres, einfaches Einhandschwert, entwickelt von uns für den Fechtschulbetrieb. Es orientiert sich
an den Darstellungen aus dem ältesten, bekannten Fechtbuch, dem MS I33.
Es ist mit einer recht breiten, stark konischen Klinge aus gehärtetem Federstahl mit ca. 1,5 mm Kante ausgestattet.
Fechtschwert "I33": 750.- EUR

Einhandschwert für Fechtrekonstruktion im Stil "I 33"
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Die Parierstange wurde aus altem Schweißeisen geschmiedet.
Im ältesten derzeit bekannten Fechtbuch mit der nichtssagenden Inventarnummer "I 33"
geht es vornehmlich um den Kampf mit Einhandschwert und Buckelschild.
Unser Kunde und eifriger Fechter Roland Warzecha befasst sich unter Anderem mit der Rekonstruktion eben dieser Techniken
und benötigte dafür natürlich ein passendes Schwert nach einem historischen Vorbild.
Somit wurde dieses leichte und führige Schwert nach einem Original angefertigt,
welches wieder einmal in Eward Oakeshotts Standardwerk "Records of the Medieval Sword" zu finden war.
Die Belederung des Griffes und die Anfertigung der Scheide mit Gehänge hat unser Kunde wie üblich selbst vorgenommen.
Wir danken Ihm für die schönen Photos.
Die Klinge aus gehärtetem Federstahl ist schmal, aber nur sehr kurz gekehlt und weist ansonsten den
stichoptimierten, rautenförmigen Querschnitt auf. Das Blatt ist somit relativ steif.
Der "Radnabenknauf" ist handgeschmiedet, ebenso wie die Parierstange.
Für letztere haben wir ein tatsächlich altes Material (ca. 150 - 200 Jahre) verwendet, welches noch die typische
"Schweißeisenstruktur" zeigt, wie es bei den erhaltenen Originalschwertern ebenfalls sehr oft deutlich zu sehen ist.
Inzwischen haben wir uns einen kleinen Vorrat davon zugelegt, so dass wir, solange unser Vorrat reicht,
solche Arbeiten aus altem Material generell als Option anbieten können.
In Planung befinden sich bereits weitere Modelle, die stark an den Abbildungen der Überlieferung orientiert sind.
Wir werden diese voraussichtlich in ein paar Monaten erstmals als Fechtschulschwert vorstellen.
Das hier gezeigte Stück wiegt mit stumpfer Fechtklinge zwischen 1050 und 1100g mit einem
Schwerpunkt etwa
9 cm vom Gehilz entfernt.
Grundpreis: 780.- EUR
Aufpreis Parierstange aus Schweißeisen: 120.- EUR
Aufpreis geschmiedeter Knauf: 200.- EUR
Scheide und Gehänge wie abgebildet oder ähnlich: 520.- EUR

Spätmittelalterliches Kurzschwert

Dieses beeindruckende Schwert orientiert sich an Originalen aus dem späten Mittelalter, die wohl hauptsächlich
repräsentativen Zwecken dienten, aber auch zweckdienliche Waffen waren.
Die Klinge ist an der Parierstange stolze 70 mm breit und bogenförmig stark konisch ausgeführt. Somit ist sowohl ein effektiver
Schnitt, als auch ein Stoß möglich.
Der Griff ist einhändig und der große, massiv bronzene "Radnabenknauf" sorgt für eine gute Balance dieser
wuchtigen Waffe. In die Vertiefung im Knauf wurde oft eine gravierte Platte oder eine Münze eingelegt.
Wir haben den Griff selbst, historischen Beispielen folgend, mit einem Stück profiliertem Leder bezogen um eine gute Griffigkeit zu erzielen.
Das Schwert hier im Beispiel ist als Fechtgerät mit etwa 1,5 mm "Schlagkante" ausgeführt, aber auch als Scharfe Replik zu haben.
Der Mittelgrat der Klinge wird vom Mittelgrat und -Spitz der Parierstange betont.
Wegen der breiten, martialisch wirkenden Klinge haben wir dieses Schwert scherzhaft auch "Tortenschaufel" genannt.
Spätmittelalterliches Kurzschwert: 850.- EUR (als Fechtschwert)
1050.- EUR (als scharfes Schwert)

Das "Lange Messer" oder auch "Bauernwehr"

Bekanntermaßen war es nicht jedem Stand zu jeder Zeit erlaubt, ein zweischneidiges Schwert zu führen oder zu besitzen.
So entstand mit dem "langen Messer" eine nicht minder effektive Möglichkeit für den einfachen Bürger, Haus und Hof im Notfall zu verteidigen.
Da diese, auch "Bauernwehr" genannte Waffe sich vor allem im historischen Fechten zunehmender Beliebtheit erfreut,
haben wir sie in unser Angebot an Fechtklingen aufgenommen.
Die fechttechnischen Überlieferungen zeigen deutlich, das es sich dabei nicht um eine minderwertige Gerätschaft handelt.
Vielmehr zählen vor allem die Scripte eines gewissen Herrn "Lecküchner" zu den aufschlußreichsten, die zur Zeit vorliegen.
Wir haben hier ein Original nachgebaut, welches in der sehenswerten Waffen- und Rüstungssammlung im Schloss in
Glatt bei Horb ausgestellt ist.
Leider ist die Konstruktion der "Messer", vor allem der Parierstange sehr aufwändig.
Der Knauf besteht aus massiver, verzinnter Bronze, Die Parierstange aus Stahl, der Griff hier im Beispiel aus Zwetschgenholz.
Der Sogenannte "Nagel", ein einfaches, zusätzliches Parierelement an der Parierstange war meist nur ein einfacher Stift oder ein schmaler Blechstreifen.
Die Hohlkehle ist, wie beim Original, nur auf einer Seite des Blattes und verleiht der Waffe eine außerordentlich gute Balance.
Technische Daten:
Gesamtlänge: 95 cm
Grifflänge: (mit Knauf) 20 cm
"Schlagkante": ca. 1,5 mm
Klingenbreite: 4,2 cm
Gewicht ca. 1200g
Schwerpunkt ca. 8 cm unterhalb der Parierstange
Härte: ca. 55 bis 58 HRC bzw. nach Wunsch
Grundpreis 850.- EUR
Auf Wunsch fertigen wir diese Klinge auch mit einer kurzen Rückenschneide, wie sie meist bei Lecküchner dargestellt ist.
(kein Aufpreis).

Das Sempachschwert
(Schlacht bei Sempach 1386)

Diese Schwerter zeichnen sich vor allem durch die steife, sehr spitze Klinge aus. Dazu kommt ein sehr pragmatisches
, aber durchaus ansprechendes Äußeres. Die Parierstangen sind in der Regel nur ganz leicht nach vorne gerichtet, oft auch ganz gerade.
In der Regel weisen die Klingen keine Hohlkehlung auf, wie sie bei breiten Klingen zur Reduzierung des
Klingengewichtes nötig ist.
Stattdessen haben die Klingen den bekannten, rauten- oder dachförmigen Querschnitt, welcher den deutlich sichtbaren Mittelgrat
bildet. Das Schwert hier im Beispiel besitzt zudem noch einen sogenannten "Spiegel": Ein Teil der Klinge ist nicht rautenförmig,
sondern sechseckig geschliffen. Hierdurch entsteht eine zusätzliche, spiegelnde Fläche zwischend den Schneidenflächen am Klingenansatz.
Keine leichte Aufgabe für den "Schwerdtfeger", hier alle Flächen und Linien exakt und gerade zu schleifen!
Natürlich sind diese schlanken, steifen Klingen eher für den Stich ausgelegt. Allerdings
erlauben gerade die für die Sempachschwerter typischen Knäufe auch einen sehr Kraftvollen, gezogenen Hieb.
Wir finden diesen Schwerttypus für den Einsatz im historischen Fechten, speziell bei Partnerübungen, ein wenig zu
gefährlich. Aus diesem Grunde haben wir ihn mit unseren "Fechtschwertern" weiter unten noch etwas entschärft.
Dennoch: Das Gefühl, mit einer solchen Klinge mit annähernd Originalgewicht und ebenfalls originalgetreuer Balance zu
trainieren, ist absolut eine Erfahrung wert! Stoppen lässt sich die Klinge übrigens absolut exakt und punktgenau!
Technische Daten "Sempachschwert":
Gesamtlänge: 110 cm
Grifflänge: 17 cm
"Schlagkante": ca. 1,5 mm
Klingenbreite: 4 cm
Gewicht ca. 1250 g
Schwerpunkt ca. 8 cm unterhalb der Parierstange
Preis: Mit Mittelgratklinge 900.- EUR
Mit "Spiegel": 1020.- EUR

Fechtschwerter der neuen Generation

Unsere "normalen" Fechtschwerter besaßen bislang recht schmale Klingen mit einer relativ breiten Kehlung.
Durch sehr geringfügige Änderungen (2 mm hier, 2,5 mm dort) haben wir diese Schwertform weiter optimieren können:
Die Klingen sind nun etwas steifer, dabei aber nicht schwerer. Auch das Schwingungsverhalten wurde
sehr positiv beeinflußt, so dass sie nun noch ruhiger in der Hand liegen. Erwähnenswert ist natürlich auch der
optische Vorteil der neuen, etwas breiteren Klingen.
Wir werden daher in Zukunft unsere Fechtschwerter nur noch mit diesen neuen Klingen Herstellen.

Bei dem Schwert in diesem Beispiel wurde auch die Parierstange noch mit Feilmustern verziert,
wie es bei vielen, originalen Schwertern des späten Mittelalters üblich war. Es gebührt unser Dank Sebastian "Haggis" Reichlin,
einem Wandergesellen (Kunstschmied) der uns kürzlich mit seiner Anwesenheit beehrte und die Parierstange für dieses
Schwert komplett selbstständig nach Kundenwunsch gefertigt hat.

Der "Sonnenknauf" war eine Sonderanfertigung nach Kundenwunsch und Vorlage. Dieser Knauf wird nach einem von Hand erstellten
Modell massiv in Bronze abgegossen und anschließend auf einer einfachen Drechselbank mit Handsticheln nachbearbeitet.
Technische Daten für unsere Fechtschwerter:
Gesamtlänge: 108 cm
Grifflänge: um 17 cm
"Schlagkante": ca. 1,5 mm
Klingenbreite: 4,5 cm
Gewicht ca. 1000-1200g
Schwerpunkt ca. 8 cm unterhalb der Parierstange
Härte: ca. 55 bis 58 HRC bzw. nach Wunsch
Grundpreis 850.- EUR
Aufpreis Vergoldete Griffteile: 100.- EUR
Aufpreis "Sonnenknauf" aus Bronze: 200.- EUR
Aufpreis befeilte Parierstange: Ab 80.- EUR

Fechtschwerter

Diese Fechtschwerter sind Beispiele für die hauptsächlich in Wolfgang Abarts Schule verwendeten und einst von
Karl Aldinger entworfenen Schwerter für den Einsatz im historischen Fechten.
Sie sind stark an historischen, 1 1/2 Händigen Schwertern orientiert,
wie sie z.B. der Schlacht von Sempach zugeordnet werden. Allerdings wurden sie zu Trainingszwecken etwas entschärft:
Die Spitzen sind deutlich breiter.
Eine Kehlung sorgt für ein geringes Gesamtgewicht.
Ein historisches Vorbild für unsere Fechtschwerter:
Nachbau eines typischen "Sempachschwertes"
Wie vor allem auf dem Photo oben zu sehen, fertigen wir diese Schwerter oft mit vergoldeten oder versilberten
Griffteilen an. Zum einen sieht dies sehr edel aus, was bei dieser meist dem Adel vorbehaltenen Waffe ja durchaus angebracht ist.
Zum Anderen wird hierdurch das Rosten der Griffteile verhindert, was vor allem bei häufigem Trainingseinsatz sehr
angenehm ist. Nicht jeder kann sich heutzutage schließlich einen Knappen zum Putzen leisten!
Selbstverständlich fertigen wir auch die abgebildeten Scheiden nach historischen Vorbildern,
genau passend zum Schwert und mit unterschiedlichen Gehängevarianten. Näheres hierzu unter
Schwertzubehör
Hier noch einige Varianten:
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Technische Daten für unsere Fechtschwerter:
Gesamtlänge: 108 cm
Grifflänge: um 17 cm
"Schlagkante": ca. 1,5 mm
Klingenbreite: 4 cm
Gewicht ca. 1000-1200g
Schwerpunkt ca. 8 cm unterhalb der Parierstange
Härte: ca. 55 bis 58 HRC oder nach Wunsch
Preis: ab 780.- EUR (Aufpreis Vergolden 150.- EUR.)

Fechtschwert nach historischem Vorbild

Dieses Schwert ist ein Beispiel für einen Nachbau eines historischen Stückes. allerdings wurde das Vorbild,
ein Zweihändiges "langes Schwert" mit gut 1,5 m Länge, auf das Maß eines "normalen", Schwertes reduziert.
Es ist zur Ausübung historischer Kampfkünste als stumpfes Fechtschwert ausgeführt.
Die sehr steife und wuchtige Mittelgratlinge ist durchgehend 6 mm stark und macht das Schwert zu einer mächtigen Hiebwaffe.
Sowohl Knauf als auch Parierstange sind aus je einem Stück Stahl geschmiedet, von Hand befeilt und mit eingebranntem
Öl und Bienenwachs geschwärzt. Diese Oberflächenbehandlung dient in erster Linie dem Rostschutz, sieht aber zudem noch gut aus.
Die Lederwicklung ist auf diesem Bild noch nicht die endgültige, die wahrscheinlich naturfarben wird.
Rote Griffbelederungen waren aber durchaus üblich, wie einige zeitgenössische Abbildungen zeigen. Das Original war mit
gekordeltem Draht bewickelt, was allerdings für den Fechtschulgebrauch ohne Handschuhe nicht sinnvoll und außerdem sehr aufwendig ist.
Dieses Schwert wurde fast vollständig entworfen und gefertigt von meinem Mitarbeiter Johannes Wolff. Fertiggestellt am 08.2004.
Technische Daten:
Gesamtlänge: 117 cm
Grifflänge: 17 cm
"Schlagkante": ca. 1,5 mm
Klingenbreite: 4,5 cm
Gewicht ca. 1450 g
Schwerpunkt ca. 10 cm unterhalb der Parierstange
Preis: Mit gegossenem Bronzeknauf: 1900.- EUR
Mit geschmiedetem Knauf wie abgebildet: 2200.- EUR

Fechtschwerter mit Edelholzgriff

Nach Kundenwunsch wurde dieses sehr schöne Schwert mit Edelholzgriff (in diesem Fall Cocobolo) gefertigt.
Es ist als leichtes Fechtschwert (also mit rund 1,5 mm "Schlagkante") ausgeführt. Allerdings wurde die etwas kürzere
Klingenform des Schaukampfschwertes Typ "Blacky" aus unserem Schaukampfschwertangebot übernommen.

Das Bild zeigt ein recht stark gemasertes Holz (Cocobolo), wie es leider nur selten vorkommt. Die Zwingen, hier aus Messing gefertigt,
verhindern ein Reißen des Holzes an den am stärksten belasteten Stellen.
Da Edelhölzer wie etwa Ebenholz, Palisander, oder wie hier Cocobolo recht spröde sind, empfehlen wir deren Verwendung als Griffmaterial
nicht bei Schaukampfklingen. Beim Einsatz im historischen Fechten entsteht kaum ein Nachteil, sie sind allerdings recht glatt
und liegen daher nicht ganz so sicher in der Hand, wie ein lederbezogener Griff.
Technische Daten für dieses Fechtschwert:
Gesamtlänge: 102 cm
Grifflänge: um 17 cm
"Schlagkante": ca. 1,5 mm
Klingenbreite: 4,5 cm
Gewicht ca. 1350g
Schwerpunkt ca. 5 cm unterhalb der Parierstange
Härte: ca. 55 bis 58 HRC bzw. nach Wunsch
Grundpreis 780.- EUR
Aufpreis Edelholzgriff mit Zwingen: 250.- EUR
Schwert wie abgebildet also 1030.- EUR

Fechtschwert Roland
Dieses mächtige Schwert ist ein Beispiel für eine Sonderanfertigung nach Kundenwunsch.
Es ist zur Ausübung historischer Kampfkünste als stumpfes Fechtschwert ausgeführt. Den Griff hat unser Kunde Roland Warzecha inzwischen
selbst mit einer genau an historischen Vorbildern orientierten Belederung versehen und uns freundlicherweise das
Bild Links zur Verfügung gestellt. Eine Sehr gelungene Arbeit, wie wir finden.
Das Bild rechts zeigt dasselbe Schwert noch mit der provisorischen Lederwicklung und Grifform.
Der facettierte, 8 - eckige "Klöppelknauf" ist leicht oval, damit er noch besser in der Hand liegt und aus einem Stück Stahl handgeschmiedet.
Auch hier danken wir dem Wandergesellen Sebastian "Haggis" Reichlin für die Hilfe bei dieser schweißtreibenden Arbeit (08.2004).
Ein schönes Beispiel für gute Zusammenarbeit verschiedener Handwerker, wie sie auch zu Zeiten, da solche Schwerter noch
zum Alltag gehörten, stattgefunden haben muß.
Wir haben dieses sehr gelungene Schwert nach dem Auftraggeber und stolzen Besitzer "Roland" getauft.
Technische Daten "Roland":
Gesamtlänge: 117 cm
Grifflänge: 16 cm
"Schlagkante": ca. 1,5 mm
Klingenbreite: 5,3 cm
Gewicht ca. 1250 g
Schwerpunkt ca. 13 cm unterhalb der Parierstange
Preis: Mit gegossenem Bronzeknauf: 1200.- EUR
Mit Geschmiedetem Knauf wie abgebildet: 1450.- EUR
Griffgestaltung nach Beispiel o.ä: Auf Anfrage

Schwert des Landgrafen und Deutschordensmeisters Konrad von Thüringen und Hessen, um 1240
Dieses bemerkenswerte Schwert zählt wohl zu den derzeit bekanntesten Artefakten des 13 Jhdt.
Obwohl immer wieder als Zeichnung oder Photographie in der einschlägig bekannten Literatur dargestellt, repräsentiert es doch
eine für seine Entstehungszeit noch vollkommen untypische und neue Idee: Die Idee des 1 1/2 händigen, langen Schwertes.
Die häufige Erwähnung dieses Stückes ist wohl dem Glücklichen Umstand zu verdanken,
dass recht viel darüber bekannt ist: Die beiden in Bronze applizierten
Wappen auf dem Messingknauf verraten die Zugehörigkeit zum Landgrafen Konrad von Thüringen und Hessen,
welcher zwischen 1239 und 1241 sein Amt ausübte.
Von ihm sind außerdem ein tropfenförmiger Reiterschild mit der Löwenapplikation in Kreidegrund und Leder sowie ein Siegel
mit Inschrift erhalten, Welches ihn selbst hoch zu Roß und mit dem besagten Wappenschild in der Hand darstellt. Auf dem Kopf trägt er dabei einen einfachen Topfhelm,
Schwert und Gehänge werden leider vom Schild verdeckt.
Die Fertigung dieses Stückes geschah auf Wunsch von Jochen Grasser, Mitglied im Verein "Die Reisecen e.v." und Schüler der "Lebendigen Schwertkunst", Wolfgang Abarts
Schule für alte Schwerttechniken.
So können wir nun mit Bestimmtheit sagen, das es sich hier um ein sowohl sehr ästhetisches als auch
gebrauchstechnisch einmaliges Meisterstück alter Schmiedekunst handelt.
Trotz seiner enormen Größe (Gesamtlänge 116,5 cm) und des relativ hohen Gewichtes von etwa 1350g liegt es erstaunlich
leicht und sehr sicher in der Hand. Die Grifflänge liegt bei genau 14 cm, die Klingenbreite an der Parierstange bei 53 mm.
Der facettierte Knauf mit dem leicht naiven, floralen Rankenmuster, bei dem jede der insgesamt 16 Blüten zugleich auch ein
Phallussymbol sein könnte, greift sich ebenfalls sehr angenehm.
Auf die aufwendigen und teuren Tauschierungsarbeiten wurde hier aus gründen der Praxistauglichkeit verzichtet.
Selbstverständlich wäre aber auch dies machbar.
Der Schwerpunkt liegt etwa 8 cm von der nur ganz leicht nach vorne gerichteten Parierstange
(die damit der "modischen" Kreuzsymbolik entspricht) entfernt.
Dieser Nachbau erfolgte in fechttauglicher Ausführung, also mit noch 1,5 mm "Schlagkante" und 4 mm Federstahlklinge.
Gewichtung und Balance stimmen dennoch mit dem Original überein, da hier die Klinge zwar scharf und deshalb eigentlich leichter,
an der Klingenwurzel jedoch etwas dicker war. Auch dies ist ein seltener Glücksfall: Es ist durchaus nicht immer möglich, derart
starke Veränderungen ohne Einbußen umsetzen zu können.
Selbstverständlich ist es auch möglich, dieses Stück mit originalgetreuer, scharfer Klinge zu fertigen.
Wir danken dem Deutschen Historischen Museum Berlin, Zeughaus Spandau, Hr. Dr. Quaas für die freundliche
Unterstützung dieses Projektes mit Bildmaterial.
Technische Daten ähnlich Schwert "Roland" weiter oben.
Preis: Mit aufwändig gegossenem Messingknauf, Wappen in Bronze Appliziert: 2300.- EUR
Die Griffteile des Originals waren wahrscheinlich komplett Vergoldet (Aufpreis 100.- EUR)
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