Wissenswertes zum Thema "Dussak"

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Der Dussak



Lange rätselten wir über die genaue Herkunft dieser zunächst merkwürdig anmutenden Erfindung unserer Vorfahren. Noch stutziger machte zunächst die Tatsache, das fast keine Originale dieser Waffen erhalten sind und nur ein einziges Stück soll wohl aus Metall bestehen.

Allerdings deuteten die vielen inzwischen aufgetauchten Fechtbücher immer deutlicher darauf hin, daß es sich hier um eine reine Trainingswaffe, ausschließlich aus Holz oder auch Leder gefertigt, handelte, die, so die Vermutung, allgemein zum Training der Techniken mit einhändigen Waffen (z.B. das lange "Messer" oder die Bauernwehr) diente.

Diese Vermutung wird nun durch Eine Recherche im tschechischen Sprachraum untermauert:

Im Tschechischen bedeutet das Wort "Tesák" heute soviel wie "Reißzahn", stand aber ebenso für eine säbelartige Waffe im 1. Weltkrieg und ist wohl seit dem 10. Jhdt, vermutlich als eine Bezeichnung für die nordeuropäische Sax bekannt.

Somit gehen wir heute davon aus, das sich der "Dussak" als ein "eingedeutschter" Begriff aus diesem "Tesák" herleitet und eine Übungswaffe für alle einhändig zu führenden und einschneidigen Gerätschaften, sowohl mit gerader als auch mit gebogener Klinge darstellt.

Durch die starke Krümmung des Dussaks werden die Bewegungsabläufe automatisch "rund" und schneidend, was sich gerade bei geraden Klingen sehr positiv auf die Technik auswirkt, da hierdurch der "ziehende Schnitt" fast automatisch geübt wird. Das ist mit geraden Klingen ungleich schwieriger, gleichzeitig aber sogar von noch größerer Notwendigkeit, um die Schneide nicht zu überlasten.

Wer mag kann den Dussak natürlich auch als eine eigenständige Disziplin historische Kampfkünste sehen. Dieser Interpretationsspielraum wird wohl bis auf weiteres bestehen bleiben.

Wir verwenden den Dussak in der "Lebendigen Schwertkunst" von Wolfgang Abart hauptsächlich zu besagtem Einhändertraining sowie in Kombination mit dem kleinen Faustschild, dem "Buckler".

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